Sowohl Einblicke in das Arbeitsfeld der Jugendhilfemaßnahmen, als auch ein Besuch im Berufsbildungswerk (BBW) mit angeschlossenem Internat standen auf dem Programm. Fachkundige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rummelsberger standen Rede und Antwort und konnten alle Fragen umfassend beantworten. Im Zentrum der Aussagen für beide Arbeitsbereiche standen, neben der zwingend vorhandenen Professionalität und Fachlichkeit, auch die persönliche Bereitschaft sich Schicht- und Wochenenddienste einzulassen und diese mit der individuellen Lebensplanung zu koordinieren. Zeit, über diese Sachverhalte nachzudenken und Gespräche darüber zu führen, ergab sich auf den „weiten“ Wegen zwischen den jeweiligen Stationen (Original-Zitat: „Wenn wir gewusst hätten, dass dies heute ein Wandertag wird, hätten wir andere Schuhe angezogen“).
Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch im Diakoniemuseum mit der sehenswerten Ausstellung „Eiskalt sind die!“, die sich mit sehr fundierter Art und Weise mit der Rolle der Diakonie, während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, auseinandersetzt. Auf wissenschaftlicher Basis besticht die Ausstellung sowohl durch interaktive Elemente, als auch durch noch vorhandenes Bild- und Tonmaterial im Original. Auch die Rolle unterschiedlicher Träger wie z. B. „Diakonie Rummelsberg“, „Hensoltshöhe“ und „Diakonie Neuendettelsau“ wurde in beklemmender Offenheit dargelegt.
Ein Grund mehr, dass alle demokratischen Kräfte dazu beitragen und sich dafür einsetzen, dass solche schrecklichen Dinge nie wieder geschehen.
Jürgen Wöllmer, Dozent für Praxis- und Methodenlehre und Sozialpädagogische Praxis
